Die Taubenquelle hat kein Wasser
Es war ein kalter Wintertag in Eddighausen. Die Sonne schien nicht mehr, und der Himmel war grau und trüb. Es war so kalt, dass die Taubenquelle unter der Plesseburg eingefroren war und es kein Wasser mehr gab. Die Tiere, die dort lebten, waren in großer Not.
Die Vögel waren die ersten, die es bemerkten. Sie flogen in Scharen um die Quelle und suchten nach Wasser. Aber es war kein Tropfen zu finden.

Was ist nur passiert?", fragte eine Amsel. "Wo ist das Wasser?"
"Ich weiß es nicht", sagte eine Taube. "Aber wir müssen etwas tun."
Die Tauben flogen davon und suchten die anderen Tiere in der Umgebung auf. Sie erzählten ihnen von der versiegten Quelle.
Die Tiere waren besorgt. Sie wussten, dass sie das Wasser der Taubenquelle brauchten, um zu überleben.
"Was sollen wir tun?", fragte ein Reh. "Wir können nicht ohne Wasser leben."
"Wir müssen einen Plan schmieden", sagte ein Fuchs. "Wir müssen die Quelle wieder zum Fließen bringen."
Die Tiere trafen sich an der Taubenquelle, um einen Plan zu schmieden. Sie diskutierten lange und überlegten, was sie tun könnten.
Schließlich kam ihnen eine Idee. Sie würden sich an Feuerblitz, den kleinen Drachen, und Lukas, den kleinen Jungen aus Eddighausen, wenden.

Sie schickten einen Boten zu Feuerblitz, dem kleinen Drachen. Feuerblitz lebte in einer Höhle in den Bergen. Er war bekannt für seine Weisheit und seine Kraft.
Der Bote fand Feuerblitz in seiner Höhle. Er erzählte ihm, dass die Taubenquelle kein Wasser mehr hatte. Feuerblitz war besorgt. Er wusste, dass die Tiere ohne Wasser nicht überleben konnten.
Feuerblitz beschloss, den Jungen Lukas aus Eddighausen zu Hilfe zu holen. Lukas war ein Freund der Tiere und kannte sich in der Gegend gut aus.
Feuerblitz flog zu Lukas' Haus. Er klopfte an die Tür und Lukas öffnete. Lukas war überrascht, Feuerblitz zu sehen.
"Feuerblitz, was ist los?", fragte Lukas.
"Die Taubenquelle hat kein Wasser mehr", sagte Feuerblitz. "Die Tiere sind in großer Not. Kannst du mir helfen?"
Lukas nickte. "Natürlich", sagte er. "Ich helfe euch gerne."
Feuerblitz und Lukas machten sich auf den Weg zur Taubenquelle. Als sie dort ankamen, sahen sie, wie schlecht es den Tieren ging.
"Wir müssen etwas tun", sagte Lukas.
Feuerblitz überlegte. "Ich habe eine Idee", sagte er. "Ich kann mit meinem Feuer die Quelle wieder zum Sprudeln bringen."

Lukas war skeptisch. "Aber ist das nicht gefährlich?", fragte er.
"Nein", sagte Feuerblitz. "Ich werde vorsichtig sein."
Feuerblitz blies ein Feuer in die Luft. Das Feuer war so heiß, dass es die Eisschicht auf der Quelle zum Schmelzen brachte. Das Wasser begann zu sprudeln.
Die Tiere waren so glücklich, dass sie Feuerblitz und Lukas umarmten. Sie hatten endlich wieder Wasser.
"Danke", sagten sie. "Ihr habt uns gerettet."
Feuerblitz und Lukas waren froh, dass sie helfen konnten. Sie blieben noch ein bisschen bei den Tieren und spielten mit ihnen.
Als es dunkel wurde, machten sich Feuerblitz und Lukas auf den Heimweg. Sie waren stolz darauf, dass sie die Tiere gerettet hatten.
Die Tiere waren so dankbar, dass sie für Feuerblitz und Lukas einen großen Festschmaus veranstalteten. Sie sangen und tanzten und waren glücklich, dass sie endlich wieder Wasser hatten.
